Duck's Elektrofahrzeug

Schon Oma Duck fuhr elektrisch!

 

Elektromobil Oma Duck

Elektromobil von Oma Duck


Das Vorbild des berühmten Oma-Duck-Autos aus den beliebten Disney-Geschichten war eine Nachempfindung des "Detroit-Electric" von 1912, der schon damals sehr beliebt war und mittels aufladbaren Batterien fuhr. Dieser Wagen war aber beileibe nicht das einzige Elekromobil. Selbst französische und deutsche Hersteller boten in größerem Umfange bereits elektrisch betriebene Fahrzeuge her.


Detroit Electric 1912

Foto: Detroit Electric 1912 - das Vorbild für den Zeichner Carl Barks (Disney)

 

Elektrofahrzeuge sind keine Erfindung unserer Zeit

Sie gibt es etwa genauso lange, wie Fahrzeuge mit Benzinmotoren. Als 1885 Carl Benz seine dreirädrige Motorkutsche vorstellte und Gottlieb Daimler unabhängig davon 1886 seine vierrädrige, waren in Paris schon seit 1881 elektrisch betriebene Wagen unterwegs. Es waren die ersten Fahrzeuge zu dieser Zeit, die schneller als 100 km/h fahren konnten.

 

Phaeton-Surrey 1905 

Foto: Phaeton-Surrey 1905


Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bildeten in den USA die Benzinautos mit 22% die Minderheit - Elektromobile hatten 38% und Dampfmaschinen 40% Anteil an den Straßenfahrzeugen. Inzwischen haben sich die Verhältnisse zu Gunsten des Otto-Motors radikal verändert. So betrug im Jahre 1995 in der BRD beispielsweise der Bestand an elektrisch betriebenen Straßenfahrzeugen lediglich noch 0,01% des Gesamtbestands zugelassener Kraftfahrzeuge.

 

Lohner-Porsche lohnte sich nicht...

Ein besonders erwähnenswertes Fahrzeug der damaligen Zeit der Jahrhundertwende ist der "Lohner-Porsche", entwickelt von Ferdinand Porsche, dem Gründer des gleichnamigen Sportwagenherstellers. Dieses Elektroauto wurde auf der Weltausstellung 1900 präsentiert und verfügte über vier einzeln steuerbare Radnabenmotoren. Dadurch konnte eine sehr kompakte Bauform erzielt werden und durch den Wegfall mechanischer Verluste auch eine deutlich höhere Reichweite.

 

Aber auch dieses Auto änderte nichts an der folgenden Verdrängung des Elektroautos, da Großindustrieelle wie Rockefeller schon damals die Wirtschaftsentwicklungen bestimmten und als Ölförderer natürlich interessiert waren das riesige Zukunftsgeschäft Automobil mit ihren eigenen Produkten zu machen.

 

T.A. Edison - Studebaker Elektroauto 

Foto: T. A. Edison (rechts) im Elektroauto Studebaker Runabout 1905!

 

Der Siegeszug der Elektrizität begann erst in den dreißiger Jahren (New Deal) in Amerika - damals übrigens noch stark auf Wasserkraft fixiert. Da war das Elektro-Auto schon längst von den Straßen verschwunden.

 

Erst nach der Ölkrise der 90er-Jahre, die durch den Golfkrieg hervorgerufen wurde, wurden ernsthafte Bemühungen betrieben, um die Elektromobilität zu fördern und zur Serienreife zu bringen. Dies führte zu dem jetzigem Hybridauto-Trend, den die meisten Experten als direkte Vorstufe zum reinen Elektrofahrzeug sehen. Außerdem hat dank der Entwicklung des Lithium-Ionen-Akkus ein erstes kleines Unternehmen - Tesla Motors genannt - begonnen, erfolgreich elektrische Sportwagen in Serie zu produzieren. Die größeren Automobilhersteller haben ihre Budgets für die Weiterentwicklung der Elektromobilität deutlich erhöht.

 

Skurriles zum Schluss:

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Atomkraft als das Allheilmittel für alle Energieprobleme angesehen. Das Atom-U-Boot Nautilus war Vorbild für alle russischen Atum-U-Boote, die mit einem Atom-Reaktor ausgestattet wurden (und z.T. noch heute damit fahren müssen, allen Gefahren zum Trotz).

 

Nucleon-Atom-Konzept 1958 

Foto: Nucleon-Atom-Konzept 1958

 

Logische Folgerung war die Entwicklung des Atom-Autos, das zum Tanken dann an eine uns erspart gebliebene Nuklear-Tanke fahren sollte. Aufregendes Design! Vielleicht sollte es ja auch fliegen können und militärisch eingesetzt werden? Auf jeden Fall stellte Ford schonmal im Jahre 1958 das Konzeptfahrzeug "Nucleon" auf die Räder.

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