Alternative Mobilitätskonzepte nutzen

Das Fahrrad im Alltag:
Ein bewährtes Verkehrsmittel wird zunehmend beliebt.

Schon seit je her wird es sowohl zur sportlichen Ertüchtigung als auch als Alltagsfahrzeug genutzt: das gute alte Fahrrad.

 

Jüngst besinnen sich wieder viele Menschen auf die Vorzüge des Fahrrads als Verkehrsmittel für kürzere Strecken, sei es beim täglichen Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit.

 

Inzwischen erkennen auch viele Kommunen der Vorzüge, die die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel gerade im innerstädtischen Verkehr besitzt. Vermehrt beachten sie auch die Bedürfnisse von Radfahrern in der Verkehrsplanung. Eine erfreuliche Entwicklung so meinen wir, die jedoch noch sehr viel weiter gehen sollte.

 

Fahrrad im Alltag

Das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag
(Foto: @ Peter von Bechen / PIXELIO)

 

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Es ist preiswert: Anschaffung und Wartung einbezogen fallen nur sehr geringe Kosten pro Kilometer an.
  • Es ist emissionsfrei, da mit reiner Muskelkraft betrieben.
  • Es ist praktisch und schnell, gerade in der Stadt: Die lästige Parkplatzsuche entfällt und Staus lassen sich meist mühelos "umfahren".
  • Es ist gesund: Ohnehin notwendige Wegezeiten (z.B. zur Arbeit) nutzen Sie nebenbei für die körperliche Fitness und mehr Wohlbefinden.

Warum also nicht öfter mal das Auto gegen das Fahrrad tauschen?

 

Neben dem "klassischen" Fahrrad fallen inzwischen auch zunehmend innovative und ausgefallene Konzepte ins Auge – mal praktisch, mal auch eher aus Lust an Exotik und Spaß.

 

Hier ein paar Beispiele:

 

Das Faltrad

Im Gegensatz zu den oftmals schweren und sperrigen Klapprädern der 70er Jahre wird ein modernes Faltrad gefaltet. Durch optimierte Falt-Scharniere und -Mechanismen an den richtigen Stellen wird aus dem Fahrrad innerhalb weniger Sekunden ein kleines, handliches und kompaktes Paket.

 

Faltrad gefaltet

Kompakt und handlich: modernes Faltrad in gefaltetem Zustand
(Foto: Sebastian Mohila)

 

Der Einsatz hochwertiger moderner Materialien reduziert gleichzeitig das Gewicht. Und durch optimierte Konstruktionskonzepte steht ein hochwertiges Faltrad einem "normalen", großen Fahrrad im Hinblick auf Fahrkomfort und Handhabung kaum nach.

 

Faltrad in der Bahn

Perfekte Kombi: Faltrad und Bahn
(Foto: Sebastian Mohila)

 

Ein wesentlicher Vorteil eines Faltrades gegenüber einem normalen Rad ist sicherlich die Möglichkeit der Mobilität in Kombination mit Bus & Bahn: Zum Bahnhof geht's mit dem Rad. Dort wird es gefaltet (dauert i.d.R. keine 30 Sekunden), das Rad im Zug hinter einen Sitz oder im Flur an die Seite gestellt und schon kann man sich entspannt zurücklehnen und die Zugfahrt genießen. Und das Beste: Die Radmitnahme im gefalteten und abgedeckten Zustand ist auch im ICE kostenlos!

 

Weitere Informationen zum Faltrad:

http://www.das-faltrad.de

 

Das Liegerad

Liegeräder verfügen im Unterschied zu herkömmlichen Fahrrädern anstatt eines Sattels  über einen Netz- oder Schalensitz. Tretlager und Pedale sind vorne angebracht, beim sogenannten Kurzlieger vor und beim Langlieger hinter dem Vorderrad. Daneben existieren Sesselräder mit etwas aufrechterer Sitzposition. Diese werden oftmals auch als Scooterbikes bezeichnet.

 

Aufgrund der oftmals niedrigeren Sitzposition und der gestreckten Körperhaltung besitzen Liegeräder einen deutlich reduzierten Luftwiderstand. So lassen sich höhere Geschwindigkeiten erzielen.

 

Liegerad Grasshopper HP Velotechnik

Das Liegerad: komfortabel und schnell
(Foto: Grasshopper - HP Velotechnik)

 

Der Fahrer nimmt beim Liegerad eine entspannte Haltung ein. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf die relativ große Sitzfläche, was sehr schonend für die Wirbelsäule ist. Die liegende Haltung ermöglicht zudem eine große Kraftübertragung auf die Tretkurbel, ohne dass dies wie beim herkömmlichen Fahrrad durch Arme und Oberkörper entsprechend unterstütz werden muss. Der Energieeinsatz ist damit effizienter und dient mit einem höheren Wirkungsgrad dem eigentlichen Vortrieb.

 

Das Liegedreirad / Trike

Beim Trike handelt es sich um ein dreirädriges Liegerad. Es wird in verschiedenen Bauformen gebaut, wobei die Achse mit zwei Rädern sowohl vorne ("Tadpole") als auch hinten ("Delta") angebracht sein kann. Der große Vorteil des Trike liegt vor allem in seiner Kippsicherheit. Dies ermöglicht u.a. auch das Anbringen von Vollverkleidungen als Wetterschutz und zur Verringerung des Windwiderstandes (ähnlich wie beim Velomobil).

 

Trike Scorpion HP Velotechnik 

Das Trike: exotisches Fahrrad auf drei Rädern
(Foto: Scorpion - HP Velotechnik)

 

Zudem lassen Trikes den Fahrer ein ganz spezielles Fahrgefühl erleben und bestechen durch ihre ausgefallene Optik. Je nach Modell sind sie eher auf Komfort oder eine sportliche Fahrweise ausgelegt.

 

Videos zum Thema auf Youtube:

 

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