Solarthermie - kein neuartiger Trend

solarthermie

 

 

Die Geschichte der Solarthermie geht bereits bis in die Antike zurück. Heute ist sie aktueller denn je.

Solarthermie bedeutet, dass Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und direkt vor Ort nutzbar gemacht wird.

 

 

 

Wie effektiv ist Solarthermie?

Ist die Anlage nur darauf ausgelegt Trinkwasser zu erwärmen, können bis zu 60 Prozent des Energieaufwands durch Solarthermie aufgebracht werden. 

 

Eine kombinierte Solarthermie-Anlage kann sowohl als Heizunterstützung dienen als auch Trinkwasser erwärmen. Das deckt circa 30 Prozent Ihres Wärmebedarfs. 

 

Selbstverständlich spielt die Größe der Anlage, die Auslegung der Kollektoren und das Speichervolumen eine große Rolle. Für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sollten Sie mehrere Angebote und Meinungen von verschiedenen Fachbetrieben einholen. 

 

Werden Anlagen gefördert?

Sie können beim Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag stellen. Zuvor sollten Sie prüfen, ob Ihre Wunsch-Anlage den Anforderungen des Förderantrags entspricht. Eine Liste der förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen finden Sie hier. Welche Bedingungen ein Antragssteller sonst noch erfüllen muss, können Sie auf der Homepage des Ministeriums nachlesen. 

 

Wie funktioniert eine solche Anlage überhaupt? 

Die Solarkollektoren werden auf Ihrem Dach installiert. In den Kollektoren befindet sich ein Wärmeträger, der mit flüssigen Frostschutzmittel befüllt ist. Trifft die Sonne auf den Wärmeträger, erhitzt sich die Flüssigkeit. Das heiße Frostschutzmittel wird nun von einer Pumpe in den Wärmetauscher geleitet. Durch ihn überträgt sich die Hitze auf das Trinkwasser. Vereinfacht dargestellt kann man sagen, der Wärmetauscher hängt wie ein Tauchsieder im Speicher. Dort wird die Hitze auf konstanter Temperatur gehalten. Reicht die Sonnenenergie mal nicht aus, ist ein zusätzlicher Wärmetauscher im Speicher integriert. Dieser ist an den Heizkessel angeschlossen ist und sorgt dann für die Restwärme. Ein Überdruckventil garantiert die notwendige Sicherheit - sollte es im Speicher mal zu heißt werden. Neuere Anlagen dienen nicht mehr nur zur Warmwasserbereitung. Die Wärme kann sowohl an das Heizungs- als auch an das Trinkwasser weitergegeben werden. So können Sie doppelt profitieren. 

 

Fazit

Solarthermie-Anlagen eröffnen deutliches Einsparpotenzial bei der Warmwasseraufbereitung. Als Heizungsunterstützung können sie zusätzlich den Verbrauch von anderen Energieträgern wie Öl oder Gas senken. Wann sich eine Solarthermieanlage lohnt und welche Anlage die richtige ist, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ab. Hier helfen Fachbetriebe oder eine Energieberatung. Leider ist im Winter der Bedarf an Wärme gerade dann am höchsten, wenn die Sonneneinstrahlung am geringsten ist. Die Leistung der Solarthermie-Anlage sinkt entsprechend. Ökologisch wie ökonomisch bietet hier die Kombinationen von Solarthermie mit alternativen Heizmethoden wie Pelletheizung oder Wärmepumpe interessante Lösungen. Hiermit können Sie Geld und Energie sparen und genießen dennoch im Winter ein warmes Haus.

 

Autorin: Elena Leichtfuß

 

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